Kinder gefährdet durch Medien?

Mittwoch, den 10.11.2004, 13:07 Uhr

 Am 9.11.04 fand im Düsseldorfer Landtag der Tag der Medienkompetenz statt, dort wurden Schülerprojekte rund um die Medien vorgestellt. Es handelte sich hierbei um Themen, die Jugendliche ansprechen und sie über die immer größer werdende Präsenz von Medien informieren sollen

Am Tag der Medienkompetenz fand im Plenarsaal ein Symposium statt, das die unterschiedlichen Projekte von NRWs Schulen vorstellte.

Zunächst eröffnete Herr Ulrich Schmidt (Präsident des Landestags Nordrhein-Westfalen) die Veranstaltung "Tag der Medienkompetenz". Die Grußworte wurden gesprochen von der Claudia Nell-Paul (Vorsitzende des Medienausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen) und Dr. Helmut Linssen (Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie). Die Einführung in das Veranstaltungsthema wurde von Prof. Dr. Miriam Meckel referiert (Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien in NRW).

Unter anderem wurden Projekte wie Spiele ohne Grenzen, Musik in den Medien durch Redner oder Videos auf einer Leimwand erläutert. Dadurch bekam man einen näheren Eindruck von der Arbeit der Gruppen. Besonders die Gruppe, die Musik in den Medien darstellte, fiel durch ihr Rap-Video auf, bei dem es aus technischen Gründen leider schwer war den Text zu verstehen. Am Ende dieser Präsentation appellierte der Produzent an das Publikum und die medienpolitisch Verantwortlichen noch mehr Förderungsgelder in derartige Projekte zu stecken.

Die Gruppe rund um Spiele in den Medien zeigte einen recht interessanten Film, in dem die Zusammenhänge von Realitätsverlust von Kindern und speziellen Computerspielen behandelt wurde. In ihm wurde erläutert, dass für Kinder oft die Unterschiede von Realität und virtueller Welt verschwimmen, dabei verlieren sie oft den Kontakt zu ihrer Umwelt und werden zu Einsiedlern.

Sie stellten auch einen Vergleich zwischen "Counter Strike" und "Die Sims" auf, wobei es um die Effizienz von Ego Shootern ging, in denen man virtuell Krieg spielt und einer Art Familienspiel, in dem es darum geht, eine virtuelle kleine Welt aufzubauen und eher Werte zu vermitteln. Es wurde kurz verständlich gemacht, dass das Spiel (Die Sims) der Realität nah kommt, aber ob es auch wirklich hilfreich für Kinder und jugendliche ist bleibt fraglich.

Die nächste Gruppe stellte ihre Thesen zum Thema "Lernen gestern, heute, morgen" vor. Dabei ging es darum, dass mit neuen Medien gearbeitet werden soll, aber die alten dabei nicht außer Acht gelassen werden sollen. Es sollten Bildungseinrichtungen eingerichtet werden, in denen die Schüler auch außerhalb der Schulzeit einen Zugriff auf das Internet haben. Außerdem möchte die Gruppe, dass Lehrer für ein zeitgemäßes Lernen bereit sind, mit neuen Medien zu arbeiten. Lehrende sollten Schülern neue Methoden zum effektiven Lernen und sicheren Umgang mit den neuen Medien näher bringen. Lehrer sollten den Lernenden Informationsinhalte der Medien geben, damit die Schüler die Medien kritisch analysieren können. Außerdem sollte es in der Lehre einen guten Mix zwischen alten und neuen Medien geben.

In einem kurzen Film über Medienkompetenz ging es darum, dass immer mehr Medien benutzt werden können, dass man aber auch von den Medien benutzt werden kann. In der heutigen Zeit ist es wichtig medienkompetent zu sein. Man sollte verschiedene Medien benutzen und trotzdem eine kritische Haltung ihnen gegenüber haben. Die letzte Gruppe bestand aus Müttern, die ehrenamtlich in einem Selbsthilfe-Zentrum für Schüler arbeiten. Die Eltern wurden im Umgang mit dem Internet extra geschult und dadurch selbständiger.

In der Podiumsdiskussion am Ende ging es darum, dass Kinder die "Games" spielen medienkompetent sein müssen und dass Medienkompetenz eine zentrale Aufgabe für alle ist. Es wurde die Frage gestellt, wo die Grenzen der Brutalität liegen und wo der Unterschied zwischen Grenzen- und Tabulosigkeit liegt. Es ging darum, dass man um medienkompetent zu sein erstmal moralisch kompetent werden muss. Aber wodurch kann man beurteilen, ob jemand kompetent ist oder nicht?! Damit man medienkompetent wird ist es wichtig, einen regelmäßigen Umgang mit den neuen Medien zu haben, deshalb sollten Schulen mit moderner Hard- und Software ausgestattet werden und sollten diese wie Bücher und Zeitungen (alte Medien) nutzen.

(Autoren: Larissa, Kati, Franzi und Kristin)


Das alles passiert rund um den Tag der Medienkompetenz:

Initiatoren: Staatskanzlei NRW und Landtag NRW, Partner: Landesanstalt für Medien NRW