Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, verehrte Gäste!
Rudolf Augstein, der große Journalist und Publizist, wird mit den Worten zitiert: "Die Zahl derer, die durch zu viele Informationen nicht mehr informiert sind, wächst."
Aber ich stelle fest, wenn ich ins Rund des Plenarsaals und der Tribüne schaue: die Zahl derer, die das erkennen und etwas dagegen tun, steigt ebenfalls. Deshalb begrüße ich Sie sehr herzlich heute zu "Teil eins" des "Tages der Medienkompetenz" im Landtag Nordrhein-Westfalen, zum Symposium.
Auch wenn "Teil zwei", die Ausstellung in der Wandelhalle, erst morgen eröffnet wird, so können Sie doch schon ihre Vielfalt und inhaltliche Dichte erahnen. Nicht weniger als 50 Aussteller beispielhafter Medienprojekte zeigen das überaus deutlich.
Der Landtag packt gemeinsam mit der Landesregierung und weiteren Partnern wie die Landesanstalt für Medien nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wiederum dieses große wie einzigartige Projekt an und zeigt damit:
der Erwerb von Medienkompetenz gerade bei unserer jungen Generation, aber auch bei den jung gebliebenen Erwachsenen ist keine einmalige Aktion, sondern ein dauerhafter Prozess.
Die Aktion "NRW: Neues Lernen" richtet sich deshalb natürlich an Schulen, aber ebenso an Kindergärten, Volkshochschulen und Senioreneinrichtungen.
Mein Willkommensgruß und mein Dank gelten zunächst denjenigen, die mit klugen Wort- und Diskussionsbeiträgen heute zum Gelingen des Symposiums beitragen werden:
Das sind die Vorsitzende des Medienausschusses Claudia Nell-Paul und der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und Erster Vizepräsident des Landtags, Dr. Helmut Linssen.
Das ist für die Landesregierung die für Medien zuständige Staatsekretärin und Medienwissenschaftlerin, Professor Miriam Meckel.
Und das sind vor allem aber auch Jugendliche und Junggebliebene, die ihre Vorstellungen von Medienkompetenz präsentieren werden. Denn im Vorfeld des Symposiums haben sich Jugendliche und Senioren gemeinsam mit Abgeordneten des Landtags in drei Arbeitsgruppen Gedanken gemacht, was und wie sie über Medien denken. Folgende Themen wurden dabei beleuchtet:
Mit Spannung erwarten wir gleich Ihre Arbeitsergebnisse.
Im Vorfeld dieses Symposiums haben in diesem Jahr erstmals sogenannte "lokale Aktionen" stattgefunden, also Projekte vor Ort, die von Abgeordneten des Landtags besucht wurden.
Da gab es ein Filmprojekt einer Dortmunder Realschule zur Kommunalwahl, das Projekt "Seniorenbotschafter" wurde in Marl durchgeführt und die "lesekalische Früherziehung" in Mönchengladbacher Kindergärten - um nur drei Bespiele zu nennen.
Mein Dank gilt den Verantwortlichen für die Ideen und die Durchführung dieser Projekte, aber er gilt auch ausdrücklich den 19 Abgeordneten aller Fraktionen des Landtags, die sich hier vor Ort eingebracht haben. Sie tragen mit Ihrem Engagement wesentlich zur Steigerung der Akzeptanz von Politik insgesamt bei, und das heute nicht unerwähnt bleiben.
Mein abschließender Dank gilt natürlich Ihnen, den über 300 Gästen dieses Symposiums, für Ihr Kommen und Ihr Interesse. Ich setze auf Sie als Multiplikatoren, damit vom Tag der Medienkompetenz nach außen dringt:
NRW macht Lust auf Medien - und der Landtag bietet dafür die öffentliche Bühne! Er begegnet damit offensiv der Warnung des amerikanischen Prognostikers John Naisbitt, der sagte.
"Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach Wissen".
Mit dem Tag der Medienkompetenz setzen wir auf den Durchblick im Informationsdickicht. In diesem Sinne wünsche ich ein informatives und spannendes Symposium.
Die Kommunikation ist eröffnet! Schön, dass Sie alle gekommen sind.
Das Wort hat zunächst die Vorsitzende des Medienausschusses Claudia Nell-Paul und anschließend Dr. Helmut Linssen.
Das alles passiert rund um den Tag der Medienkompetenz: