Rede der Landtagspräsidentin zur Ausstellungseröffnung am Tag der Medienkompetenz

vandinther.jpgMeine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, verehrte Gäste!

I.

Ich begrüße ich Sie zu früher Stunde alle sehr herzlich zum "Tag der Medienkompetenz" im Landtag Nordrhein-Westfalen - genauer: zur Ausstellung besonderer Projekte, die das Ziel haben, die Medienkompetenz der Nutzerinnen und Nutzer in NRW zu entwickeln und voranzutreiben.

Dass dies auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen kann, das zeigen unsere Ausstellungsstände:

  • Bei "Geschichte NRW" zum Beispiel können Sie sich eine Chronik unseres Landes ansehen - sicher gerade jetzt zum 60. Landesjubiläum sehr spannend. 
  • "EuregioNet Regional" zeigt, wie ein Netzwerk Medienkompetenz im ländlichen Raum wirken kann. 
  • Die "Wettbewerbsplattform NRW": Neues Lernen bietet Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten von Gruppen im Bereich von neuen Medien in Bildung und Kultur und 
  • der Spiele-Ratgeber bietet Eltern und Lehrern eine Informations- und Beratungsplattform im Internet.

Das sind nur vier Beispiele aus 40 Angeboten. Deshalb meine Bitte: Nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich alle Stände an! Sie können an jedem etwas dazu lernen!

II.

Wir alle wissen: Medien verändern sich laufend und wir uns mit ihnen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 ist für die Älteren unter uns mit dem Radio verbunden. Die Radioreportage von Herbert Zimmermann kann man sicher als "Kult" bezeichnen.

Als ich geboren wurde, hatte das Fernsehen in ganz Deutschland nur eine Millionen Zuschauer. Aber immerhin: 1958 amtierten wir gerade noch als Fußballweltmeister, ehe uns dann Brasilien ablöste. Sicher hätte keiner von uns etwas dagegen, wenn es diesmal umgekehrt wäre.

Während ich aufwuchs, wurde das Fernsehen zum Leitmedium. In meiner Schule waren natürlich Tafel, Heft und Buch die Medien, mit denen wir uns beschäftigt haben. Später kamen noch Overheadprojektor und bei manchen sogar das Sprachlabor dazu.

Im Auto navigieren konnte man nur, wenn man einen kundigen Beifahrer mit Karte hatte. Und das Telefon trug man auch noch nicht bei sich. Dafür konnte man mehr Menschen kennen lernen: zum Beispiel, wenn man nach dem Weg fragte oder gemeinsam vor einer Telefonzelle wartete.

Seit gerade einmal 13 Jahren ist das "World Wide Web" für uns wirklich ein Thema. Niemand konnte sich damals vorstellen, dass die Zeitung als Informationsmedium ernsthaft Konkurrenz bekommen würde. Unvorstellbar war auch, dass es fast 10 Millionen deutsche Domains im Internet geben würde, zu denen täglich 5.000 neue hinzukommen.

Ich könnte Ihnen noch mehr dieser beeindruckenden Zahlen liefern. Aber es reicht, wenn wir verstehen: Wir haben es mit einer rasanten Entwicklung zu tun. Und sie wird sich nicht verlangsamen, sondern weiter an Geschwindigkeit gewinnen.

Das muss uns aber weder schrecken noch lähmen, so lange wir miteinander sprechen und uns mit dieser Entwicklung beschäftigen -  so, wie es die Projekte vor Ort tun und so, wie es hier beim Tag der Medienkompetenz geschieht.

III.

Viele der Projekte, die Sie heute studieren und ausprobieren können, sind mit Unterstützung der Landesanstalt für Medien auf den Weg gebracht worden. Dafür danke ich Ihnen, verehrter Herr Dr. Brautmeier, als stellvertretender Direktor der lfm, sehr herzlich.

So tragen Sie gemeinsam mit Unterstützung der Landesregierung dazu bei, NRW medienkompetent zu machen.

Ein weiterer wichtiger Partner sind die Unternehmen aus der Medienwirtschaft. Mit ihrem Beitrag helfen sie nicht nur beim Gelingen der Ausstellung, sondern auch zum wirtschaftlichen Erfolg unsers ganzen Landes. Auch Ihnen gilt mein herzlicher Dank.

Ich wünsche Ihnen nun Freude und ganz viel Neugier beim Entdecken dieser Ausstellung. Eine Ausstellung, bei der Sie sich gegenseitig durch die Stände und durch das Netz navigieren. Seien Sie einander gute Beifahrer, und helfen Sie sich gegenseitig, die Landkarten durchs Netz zu erklären. Denn dann sind wir gemeinsam auf einem guten Weg!

Ich danke Ihnen!


Das alles passiert rund um den Tag der Medienkompetenz:

Initiatoren: Staatskanzlei NRW und Landtag NRW, Partner: Landesanstalt für Medien NRW